„Das Ziel ist es, zum ganz großen Player weltweit zu werden.“

Dedalus HealthCare sieht große Chancen für Wachstum durch eigene und zugekaufte Entwicklungen

Mit der Übernahme von Agfa HealthCare durch die italienische Dedalus-Gruppe ist ein europäisches Schwergewicht entstanden. Über die Gründe für den Zuschlag und die Chancen des neuen Unternehmens sprachen wir mit Winfried Post, General Manager und Geschäftsführer Dedalus HealthCare DACH.

Herr Post, warum hat am Ende Dedalus den Zuschlag bekommen?

Winfried Post: Es gab einen präzisen Auswahlprozess, der den sehr großen Interessentenkreis stark reduziert hat. Ein entscheidendes Kriterium war dabei sicher der Kaufpreis, aber auch andere Aspekte wie etwa die Übernahme von kartellrechtlichen und sonstigen Risiken waren prägend. Bei beidem hat sich die Dedalus-Gruppe sehr hervorgetan. Und so haben sich Aufsichtsrat und Vorstand von Agfa-Gevaert schnell für das italienische Unternehmen entschieden.

Der Kaufpreis beträgt 975 Millionen Euro. Welches Volumen steht hinter der Akquisition?

W. Post: Wir bringen insgesamt 1.600 Mitarbeiter und 260 Millionen Euro Jahresumsatz in die neue Dedalus ein, dazu marktführende Lösungen, die dort bisher nicht vorhanden waren. So ist mit der Übernahme das größte Unternehmen der Branche entstanden, das 5.000 Krankenhäuser, 5.000 Labore und viele niedergelassene Ärzte in Italien zu seinen Kunden zählt. Dedalus ist nun in über 30 Ländern weltweit vertreten – marktführend in Klinik-IT in Deutschland, Italien und Frankreich. Die neue Dedalus-Gruppe verzeichnet mit mehr als 3.500 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von etwa 470 Millionen Euro in 2019.

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